KLIMA & BODEN

Im Blaufränkischland ist das pannonische Klima vorherrschend.

Das Blaufränkischland ist geologisch betrachtet mit dem sogenannten Oberpullendorfer Becken mit seinen Tegel-, Ton- und Sandböden, aus denen stellenweise alte Korallenbänke aus Leithakalk herausragen, identisch.

Die Böden dieses Landes erweisen sich, nicht nur wegen ihres guten Wasserspeichervermögens in Verbindung mit dem wärmeregulierenden Einfluss des nahen Neusiedlersees, als ideale Basis für den Anbau des Blaufränkischs. Im Blaufränkischland ist das pannonische Klima vorherrschend.

Durch den Schutz von drei Hügelketten im Norden, Süden und Westen sowie die Öffnung zur pannonischen Tiefebene werden dem Blaufränkisch ideale klimatische Bedingungen geboten. Mindestens 300 Sonnentage und eine Niederschlagsmenge von nur ca. 600 mm im Jahr gewährleisten hervorragende Trauben- und Weinqualität.

Südöstlich der Bundeshauptstadt Wien ist der fast ungebremste Einfluss des warmen pannonischen Klimas prägend für den Charakter der Weine. Der im Gegensatz zu allen anderen Gebieten in der Regel vollere Körper ist das gemeinsame Charakteristikum der Weine
Das Mittelburgenland hat sich als Kompetenzzentrum in Sachen Blaufränkisch als eigenes DAC-Gebiet konstituiert.

Das Mittelburgenland

Kompetenzzentrum in Sachen Blaufränkisch

Eine Rotweinsorte spielt auf den 2.041 Hektar Rebfläche des Weinbaugebietes Mittelburgenland die Hauptrolle: der Blaufränkisch, der in Form von DAC-Weinen seine Herkunft idealtypisch repräsentiert.

Vier Gemeinden geben den Ton an: Deutschkreutz, Horitschon, Lutzmannsburg und Neckenmarkt. Als bedeutendstes Anbaugebiet Österreichs für diese Sorte wird das Mittelburgenland auch „Blaufränkischland“ genannt.

Das Mittelburgenland hat sich als Kompetenzzentrum in Sachen Blaufränkisch als eigenes DAC-Gebiet konstituiert. Auf den teils lehmigen Böden entwickelt die Sorte das einzigartige Waldbeerenbukett, das am Eisenberg im Süden bereits einen Hauch steirischer Frische verspüren lässt. Im Gebiet Rosalia bringt die Kombination aus pannonisch-warmem Klima und geologisch jungen Böden einen kräftig-würzigen Blaufränkisch hervor.

GEOLOGIE

Meeresentwicklung der inneralpinen Becken am Alpenostrand

An den Südhängen des Ödenburger Gebirges stehen die Reben auf Festgesteinen des Ostalpins, auf sauren Schiefern, Paragneis und Grobgneis.

Gegen das Becken zu folgt eine Decke aus groben, kristallinen Schottern, die wiederum von lockeren, teilweise schwach verfestigten quarzreichen Sanden überlagert wird. Sie gehören bereits zur Meeresentwicklung der inneralpinen Becken am Alpenostrand, die vor etwa 16 Millionen Jahren begann. Zeitgleich entwickelten sich im Raum Neckenmarkt und Ritzing Leithakalke. Beckenwärts Richtung Südosten werden die Sedimente immer feinkörniger bis zu schluffig-tonigen und fast rein tonigen Ablagerungen, wie sie nur aus dem Mittelburgenland bekannt sind. Diese feinen Ablagerungen zeigen stark wechselnden Karbonatgehalt, sie können auch gänzlich kalkfrei sein, und führen lokal Anreicherungen von Eisen in Form von Toneisenstein und Limonitknollen.

Kieslagen kommen innerhalb dieser Sedimente vor, aber auch als Bedeckung in Form von Leisten pleistozäner Terrassenreste. Im östlichsten Teil des Weinbaugebietes dominieren Reblagen auf Löss- und Staublehm, der wiederum einerseits auf Terrassenschottern oder auf den feinkörnigen Ablagerungen des Pannon Sees liegt.

Die schweren, tiefgründigen Lehmböden des Mittelburgenlandes mit ihrer großen Wasserspeicherfähigkeit sind geradezu ideal für den Blaufränkisch, aber auch für den Zweigelt, Cabernet Sauvignon und Merlot, die dadurch Kraft und Struktur erhalten
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